Du hast dir das mit dem Welpen vielleicht so vorgestellt:

Ein kleiner Flauschball zieht ein, schläft süß auf seiner Decke, tapst ein bisschen durchs Wohnzimmer, schaut dich mit Knopfaugen an und kuschelt sich dann wieder friedlich ein.

Die Realität?

Dein Welpe läuft dir hinterher.

Beißt in deine Hose.

Fiept, sobald du dich bewegst.

Legt sich hin, steht wieder auf.

Kommt nicht zur Ruhe.

Schaut dich an, als wärst du sein persönliches Tagesprogramm.

Welpe kommt tagsüber nicht zur Ruhe?

Und du denkst irgendwann: „Warum schläft dieses kleine Wesen nicht einfach? Ist der Akku kaputt oder hat der Hund heimlich Kaffee getrunken?“

Wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt, bist du damit wirklich nicht allein. Viele Welpen schlafen nicht automatisch genug, obwohl sie müde sind. Sie laufen herum, suchen Beschäftigung, reagieren auf jedes Geräusch und wirken manchmal wie kleine überdrehte Fellwesen mit 17 offenen Tabs im Kopf.

Und dann kommt schnell dieser Gedanke:
„Vielleicht mache ich zu wenig?“
„Vielleicht braucht mein Welpe mehr Auslastung?“
„Vielleicht muss ich mehr trainieren?“
„Vielleicht ist er einfach wild?“

Ganz ehrlich? Manchmal ja. Welpen sind natürlich lebendig, neugierig und verspielt.

Aber sehr oft ist das Problem nicht zu wenig Action.

Sondern zu wenig echte Ruhe.

Viele Welpen kommen tagsüber nicht zur Ruhe, weil sie übermüdet, überreizt oder noch nicht gelernt haben, wie Abschalten überhaupt funktioniert. Ruhe ist für viele Hunde keine Selbstverständlichkeit. Ruhe ist eine Fähigkeit. Und Fähigkeiten müssen wachsen dürfen.

In diesem Beitrag zeige ich dir, warum dein Welpe tagsüber nicht schläft, welche Fehler ihn oft noch wacher machen und wie du mit 5 sanften Wegen mehr Entspannung in euren Alltag bringst.

Ohne Druck.

Ohne Schimpfen.

Ohne „der muss jetzt einfach mal“.

Sondern liebevoll, klar und alltagstauglich.


Hinweis zu Affiliate-Links

Einige Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Ich empfehle nur Produkte, die thematisch passen und dir den Hundealltag wirklich erleichtern können.


Warum kommt mein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe?

Wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt, heißt das nicht automatisch, dass er „schwierig“ ist.

Welpen sind Babys. Punkt.

Sie erleben jeden Tag unendlich viel Neues. Geräusche, Gerüche, Menschen, Räume, Böden, Futter, Spielzeug, Hände, Schuhe, Türen, Staubsauger, Gartenvögel, Paketboten, andere Hunde, neue Wege, neue Regeln, neue Erwartungen.

Für uns ist ein normaler Alltag einfach Alltag.

Für deinen Welpen ist es manchmal ein ganzes Festival der Eindrücke.

Und wenn dieses kleine Hundehirn irgendwann voll ist, passiert häufig nicht das, was wir erwarten.

Wir denken: Müde Hunde schlafen.

Aber Welpen denken oft: Müde? Dann beiße ich jetzt in den Teppich und renne danach gegen den Couchtisch.

Charmant? Nein.

Normal? Leider oft ja.

Typische Gründe, warum dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt:

Das impliziert: Dein Welpe braucht nicht unbedingt mehr Programm. Er braucht oft mehr Struktur.

Und ja, das klingt erstmal weniger aufregend als „10 kreative Welpenspiele für drinnen“. Aber genau darin liegt häufig der Gamechanger.


Woran erkennst du, dass dein Welpe übermüdet ist?

Übermüdung bei Welpen sieht oft nicht aus wie Müdigkeit.

Sie sieht aus wie Chaos.

Ein übermüdeter Welpe wirkt manchmal wilder als ein ausgeschlafener Welpe. Das ist dieser fiese kleine Denkfehler, in den viele Hundeeltern tappen.

Man sieht den Welpen beißen, rennen und fiepen und denkt: „Der hat noch Energie.“

Dabei schreit sein Nervensystem eigentlich: „Ich bin komplett durch, aber ich weiß nicht, wie ich runterfahren soll.“

Typische Anzeichen für Übermüdung:

WTF-Fakt: Viele Welpen wirken unterfordert, obwohl sie eigentlich überfordert sind. Von außen sieht beides ähnlich aus: Unruhe, Beißen, Aufmerksamkeit suchen, nicht abschalten. Aber die Lösung ist komplett anders.

Ein unterforderter Welpe braucht passende Beschäftigung.

Ein überforderter Welpe braucht weniger Reize, mehr Pausen und einen klareren Rhythmus.

Und genau deshalb lohnt es sich, nicht direkt noch mehr oben draufzupacken.

Manchmal ist weniger nicht Faulheit.

Manchmal ist weniger Fürsorge.


Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Welpen brauchen sehr viel Schlaf und Ruhe. Nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Schlaf ist für Welpen nicht einfach „Pause“. Schlaf ist Entwicklung.

Im Schlaf verarbeitet dein Welpe Eindrücke, lernt, regeneriert und kommt körperlich wie mental zur Ruhe.

Das Problem: Viele Welpen nehmen sich diese Ruhe nicht zuverlässig selbst.

Sie sind neugierig.

Sie wollen dabei sein.

Sie wollen folgen.

Sie wollen spielen.

Sie wollen Kontakt.

Sie wollen schauen, was du machst.

Und wenn sie ständig die Möglichkeit haben, mitzulaufen, zu reagieren oder angesprochen zu werden, bleiben sie innerlich aktiv.

Dann schlafen sie vielleicht kurz, aber nicht tief genug.

Oder sie legen sich gar nicht erst richtig ab.

Oder sie sind körperlich zwar müde, aber mental noch komplett auf Sendung.

Das ist wie bei uns, wenn wir erschöpft sind, aber trotzdem am Handy hängen. Man ist müde, aber das System fährt nicht runter.

Dein Welpe braucht also nicht nur „die Chance zu schlafen“.

Er braucht Bedingungen, die Schlaf möglich machen.


Der häufigste Fehler: zu viel Action am Stück

Viele Welpeneltern meinen es gut. Wirklich.

Sie wollen ihren Welpen fördern, sozialisieren, auslasten, beschäftigen, erziehen, prägen und natürlich alles richtig machen.

Also passiert schnell zu viel:

Morgens Gassi.

Dann Spiel.

Dann Besuch.

Dann Training.

Dann neue Geräusche.

Dann Garten.

Dann Auto.

Dann Kinder.

Dann nochmal Spiel.

Dann Instagram-Reel gucken und denken: „Oh, das sollte mein Welpe auch lernen.“

Und zack, der kleine Hundekopf ist komplett voll.

Der Fehler ist nicht, dass du dich kümmerst.

Der Fehler ist, dass du vielleicht zu spät stoppst.

Welpen brauchen keine Dauerbespaßung. Sie brauchen kleine, passende Impulse und danach Zeit zum Verarbeiten.

Ein Welpe, der tagsüber nicht zur Ruhe kommt, braucht oft keine längere To-do-Liste. Er braucht einen Tagesrhythmus, der sagt:

Jetzt passiert etwas.

Jetzt ist Pause.

Jetzt darfst du schlafen.

Jetzt musst du nichts leisten.

Ich bin dir dankbar, wenn du dir diesen Satz wirklich merkst: Ein ruhiger Welpentag ist kein verlorener Welpentag.


Meine Affiliate-Empfehlungen für mehr Ruhe im Welpenalltag

Du brauchst nicht viel, aber ein paar Produkte können dir helfen, Ruhe klarer und leichter aufzubauen.

1. Welpendecke oder Ruhedecke

Eine feste Decke hilft deinem Welpen, einen klaren Ruheplatz kennenzulernen. Gerade wenn du Ruhe positiv aufbauen möchtest, ist eine eigene Decke Gold wert.

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2. Weiches Hundebett für Welpen

Ein gemütliches Hundebett kann deinem Welpen helfen, sich sicher und geborgen zu fühlen. Achte darauf, dass es waschbar und nicht zu riesig ist.

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3. Schleckmatte für ruhige Pausen

Eine Schleckmatte kann helfen, deinen Welpen nach aufregenden Momenten herunterzufahren. Schlecken wirkt bei vielen Hunden beruhigend.

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4. Schnüffelmatte für ruhige Beschäftigung

Wenn dein Welpe etwas tun soll, ohne komplett hochzufahren, ist eine Schnüffelmatte super praktisch.

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5. Welpengitter oder Ruhezone

Ein Welpengitter kann helfen, einen sicheren Bereich zu schaffen, in dem dein Welpe weniger Reize bekommt. Nicht als Strafe, sondern als geschützter Ruhebereich.

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6. Welpen-Kauspielzeug

Wenn dein Welpe aus Müdigkeit oder Zahnwechsel heraus viel beißt, kann ein passendes Kauspielzeug helfen, den Kaudrang umzulenken.

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5 sanfte Wege, wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt

Jetzt kommen die 5 Punkte aus deinem Pin. Und wichtig: Bitte nicht alles gleichzeitig ändern. Such dir einen Punkt aus, fang klein an und beobachte, was deinem Welpen wirklich hilft.

Hundeerziehung ist kein hektischer Produktivitätswettbewerb.

Es ist eher wie Gärtnern.

Du schaffst Bedingungen, damit etwas wachsen kann.


1. Ruhepausen planen

Wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt, sind geplante Ruhepausen oft der erste große Schritt.

Viele Menschen warten darauf, dass der Welpe von selbst schläft. Manche machen das auch. Andere nicht.

Gerade aktive, neugierige oder sehr menschenbezogene Welpen brauchen liebevolle Hilfe.

Das heißt: Ruhepausen werden nicht dem Zufall überlassen.

Sie werden Teil eures Tages.

So kannst du Ruhepausen einbauen

Nach jeder aktiven Phase kommt eine Pause.

Zum Beispiel:

Nach dem Fressen: Pause.

Nach dem Spielen: Pause.

Nach dem Spaziergang: Pause.

Nach Besuch: Pause.

Nach Training: Pause.

Nach einer neuen Erfahrung: Pause.

Du musst deinen Welpen nicht „bespaßen“, bis er umfällt. Du darfst viel früher sagen: Jetzt war genug Input.

Wie lange sollte eine Ruhepause sein?

Das hängt vom Welpen ab. Manche schlafen direkt länger. Andere schaffen am Anfang nur wenige Minuten.

Wichtig ist nicht, dass dein Welpe sofort perfekt schläft.

Wichtig ist, dass du den Rahmen immer wieder anbietest.

Wenn dein Welpe nach 10 Minuten aufsteht, ist das kein Scheitern. Es ist Information.

Vielleicht war es zu unruhig.

Vielleicht musste er nochmal raus.

Vielleicht war die Pause zu spät.

Vielleicht war der Tag schon zu voll.

So machst du Ruhepausen leichter

Mach die Umgebung langweilig.

Reduziere Ansprache.

Keine wilden Bewegungen.

Kein neues Spielzeug.

Kein Dauerblickkontakt.

Keine „ach, bist du süß“-Show.

Ja, ich weiß. Schwer. Welpen sind unfair niedlich. Aber Ruhe braucht manchmal weniger Aufmerksamkeit.

2. Weniger Action am Stück

Ein Welpe braucht Beschäftigung. Ja.

Aber er braucht sie nicht in Dauerschleife.

Viele Welpen kommen tagsüber nicht zur Ruhe, weil Aktivität zu lange dauert oder zu viele Dinge hintereinander passieren.

Ein kurzer Spaziergang kann reichen.

Ein kleines Training kann reichen.

Ein paar Minuten Spiel können reichen.

Das Problem entsteht oft, wenn wir denken: „Ach, noch kurz dies. Noch kurz das. Noch ein bisschen üben. Noch einmal raus. Noch eine neue Situation.“

Und plötzlich hat der Welpe einen ganzen Tagesworkshop absolviert, obwohl sein Gehirn eigentlich noch Grundschule ist.

So erkennst du, dass es zu viel war

Dein Welpe:

Dann war es wahrscheinlich zu viel oder zu lang.

Nicht schlimm. Passiert.

Aber dann nicht noch mehr drauflegen.

Besser: Mini-Einheiten

Statt 20 Minuten Training lieber 3 Minuten.

Statt langer Action lieber kleine Impulse.

Statt wildem Toben lieber kurze Spielphasen mit Pausen.

Statt jeden Tag neue Reize lieber Wiederholung und Vertrautes.

Welpen lernen nicht besser, wenn sie dauerhaft Input bekommen.

Sie lernen besser, wenn sie danach auch verarbeiten dürfen.

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3. Schnüffeln statt Dauerbespaßung

Wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt, muss Beschäftigung nicht immer Action bedeuten.

Viele Welpen werden durch Toben, wildes Spiel oder dauerndes Hinterherlaufen noch aufgedrehter.

Schnüffeln ist oft viel besser.

Warum?

Weil Schnüffeln den Kopf beschäftigt, aber nicht so pusht wie körperliche Action. Dein Welpe darf etwas tun, aber in einem ruhigeren Tempo.

Schnüffeln kann helfen, Reize zu verarbeiten und den Hund mental sanft auszulasten.

Einfache Schnüffelideen für Welpen

Du kannst ein paar Futterstücke auf einer Decke verteilen.

Oder Trockenfutter in einer Schnüffelmatte verstecken.

Oder ein Handtuch locker einrollen und ein paar Leckerlis hineinlegen.

Oder im Wohnzimmer 5 kleine Futterstücke verstecken.

Wichtig: Es bleibt ruhig.

Nicht hektisch anfeuern.

Nicht daraus einen Wettbewerb machen.

Nicht „Such such such, jaaaaa, oh mein Gott!“ rufen, als hätte dein Welpe gerade eine archäologische Sensation gefunden.

Ruhig. Langsam. Leise.

Wann Schnüffeln besonders sinnvoll ist

Schnüffeln passt gut:

4. Decke positiv verknüpfen

Eine Decke kann deinem Welpen helfen, Ruhe besser zu lernen. Aber nur, wenn sie positiv aufgebaut wird.

Bitte nutze die Decke nicht als Strafplatz.

Nicht: „Du nervst, geh auf deine Decke.“

Sondern: „Diese Decke ist dein sicherer Ort. Hier passieren ruhige, gute Dinge.“

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Dein Welpe soll die Decke nicht mit Frust verbinden, sondern mit Entspannung, Nähe und Sicherheit.

So baust du die Decke auf

Lege die Decke an einen ruhigen Ort.

Belohne jedes Interesse.

Schaut dein Welpe zur Decke: Belohnung.

Geht er hin: Belohnung.

Setzt er eine Pfote drauf: Belohnung.

Steht er drauf: Belohnung.

Legt er sich hin: Jackpot.

Am Anfang geht es nicht darum, dass dein Welpe lange bleibt. Es geht darum, dass er die Decke gut findet.

Danach kannst du langsam die Dauer aufbauen.

So verlängerst du die Zeit

Wenn dein Welpe auf der Decke bleibt, wartest du einen kleinen Moment länger, bevor du belohnst.

Erst 2 Sekunden.

Dann 5 Sekunden.

Dann 10 Sekunden.

Dann vielleicht 20 Sekunden.

Langsam. Wirklich langsam.

Bitte nicht erwarten, dass dein Welpe nach 3 Übungen eine Stunde friedlich auf der Decke liegt, während du nebenbei kochst, telefonierst und der Staubsauger durchs Haus fährt.

Das wäre Endgegner.

Wir starten mit Baby-Level. Weil dein Hund ein Baby ist.


5. Reize früher runterfahren

Viele Welpen kommen tagsüber nicht zur Ruhe, weil sie schon zu weit drüber sind, bevor wir eingreifen.

Wir warten oft, bis der Welpe komplett eskaliert.

Er beißt.

Rennt.

Fiept.

Springt.

Kaut Dinge an.

Und dann denken wir: Jetzt braucht er Ruhe.

Ja. Aber dann ist es oft schon schwerer.

Besser ist es, Reize früher runterzufahren.

Also nicht erst, wenn dein Welpe im kleinen Gremlin-Modus ist, sondern sobald du merkst: Er wird müde, hektisch oder überdreht.

Frühe Anzeichen erkennen

Achte auf kleine Signale:

Das ist der Moment, in dem du nicht noch etwas Neues startest.

Das ist der Moment für: runterfahren.

So fährst du Reize runter

Mach die Umgebung ruhiger.

Reduziere Licht, Geräusche und Bewegung.

Beende wildes Spiel.

Biete eine Kaualternative an.

Gib eine Schleckmatte oder Schnüffelmatte.

Begleite deinen Welpen auf die Decke.

Bleib selbst ruhig.

Und ja, das ist manchmal der schwierigste Teil. Denn wenn der Welpe wild ist, werden wir Menschen oft auch wild.

Aber dein Welpe braucht keinen zweiten überdrehten Mitbewohner.

Er braucht einen ruhigen Anker.


Was du vermeiden solltest, wenn dein Welpe tagsüber nicht schläft

1. Noch mehr Action draufpacken

Wenn dein Welpe schon überdreht ist, macht mehr Action es oft schlimmer.

2. Ständige Ansprache

Viele Welpen werden den ganzen Tag angesprochen. Das ist lieb gemeint, aber für manche Hunde zu viel.

3. Immer hinterherlaufen lassen

Wenn dein Welpe dir immer folgen darf, lernt er schwerer, eigenständig zu ruhen.

4. Ruhe als Strafe nutzen

Die Decke oder Ruhezone sollte kein Ort sein, an den dein Welpe kommt, wenn du genervt bist.

5. Zu spät Pausen einbauen

Wenn dein Welpe schon völlig drüber ist, wird Ruhe schwerer. Frühzeitig stoppen hilft.

6. Zu hohe Erwartungen

Dein Welpe kann nicht sofort perfekt entspannen. Er lernt das gerade erst.


Beispiel-Tagesstruktur für mehr Ruhe

Natürlich musst du das an deinen Alltag anpassen. Aber so könnte ein ruhiger Welpentag aussehen:

Morgens

Kurze Löserunde.

Futter.

Danach Ruhepause.

Vormittags

Kurzes Spiel oder Mini-Training.

Danach Decke, Kauen oder Schlaf.

Mittags

Kleine Runde oder Garten.

Kurze Schnüffelaufgabe.

Danach Ruhepause.

Nachmittags

Eine kleine neue Erfahrung oder kurze Beschäftigung.

Danach wieder Pause.

Abends

Wenig Action.

Ruhige Löserunde.

Schleckmatte, Kauspielzeug oder Nähe.

Feste Abendroutine.

Du siehst: Es geht nicht darum, nichts zu machen.

Es geht darum, dass Aktivität und Ruhe in einem gesunden Wechsel stehen.

Welpen brauchen keinen randvollen Kalender.

Sie brauchen Rhythmus.


Was tun, wenn dein Welpe immer hinter dir herläuft?

Wenn dein Welpe dir ständig hinterherläuft, ist das erstmal verständlich. Du bist seine Sicherheit.

Aber langfristig darf er lernen, dass er nicht jede Bewegung kontrollieren muss.

Starte klein:

Geh kurz in die Küche und komm zurück.

Steh auf, setz dich wieder hin.

Geh zur Tür, ohne rauszugehen.

Belohne ruhiges Liegenbleiben.

Nutze ein Türgitter, damit dein Welpe dich sehen kann, aber nicht immer direkt folgen muss.

Das Ziel ist nicht, deinen Welpen zu ignorieren.

Das Ziel ist: Nähe bleibt sicher, auch wenn du dich bewegst.

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Was tun, wenn dein Welpe nur auf dir schläft?

Auch das ist häufig. Viele Welpen fühlen sich körpernah sicher.

Das ist süß, aber auf Dauer manchmal unpraktisch.

Du kannst Nähe langsam umlenken:

Setz dich neben die Decke.

Lege eine Hand ruhig in die Nähe.

Lass deinen Welpen neben dir, aber nicht immer auf dir schlafen.

Belohne ruhiges Liegen auf der Decke.

Vergrößere Abstand langsam.

Bitte nicht abrupt entziehen. Dein Welpe soll Sicherheit nicht verlieren, sondern Stück für Stück erweitern.


Wann solltest du genauer hinschauen?

Wenn dein Welpe trotz guter Struktur gar nicht zur Ruhe kommt, extrem unruhig ist oder plötzlich deutlich anders wirkt, solltest du auch körperliche Ursachen im Blick haben.

Bitte achte auf:

Manchmal steckt hinter Unruhe nicht nur Training, sondern Bauchweh, Zahnen, Stress, Schmerzen oder ein anderes Thema.

Wenn du unsicher bist, lass deinen Welpen tierärztlich abklären. Das ist keine Panik. Das ist Fürsorge.


Häufige Fragen: Welpe kommt tagsüber nicht zur Ruhe

Warum kommt mein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe?

Viele Welpen kommen tagsüber nicht zur Ruhe, weil sie übermüdet, überreizt oder noch nicht an feste Ruhepausen gewöhnt sind. Ruhe muss oft erst liebevoll gelernt werden.

Soll ich meinen Welpen tagsüber schlafen lassen?

Ja, unbedingt. Welpen brauchen sehr viel Schlaf und Ruhe, um Eindrücke zu verarbeiten und gesund zu wachsen. Schlaf ist ein wichtiger Teil der Entwicklung.

Was mache ich, wenn mein Welpe ständig hinter mir herläuft?

Übe kleine Trennmomente im Alltag, belohne ruhiges Liegenbleiben und baue einen sicheren Ruheplatz auf. Ein Türgitter kann helfen, Nähe und Abstand sanft zu kombinieren.

Hilft eine Schleckmatte beim Runterfahren?

Für viele Welpen ja. Schlecken kann beruhigend wirken und eine Schleckmatte kann eine schöne ruhige Beschäftigung vor einer Pause sein. Beobachte aber, ob dein Welpe dadurch wirklich ruhiger wird.

Ist mein Welpe unterfordert, wenn er nicht schläft?

Nicht unbedingt. Viele Welpen wirken unruhig, weil sie überfordert oder übermüdet sind. Wenn dein Welpe nach mehr Action noch wilder wird, braucht er wahrscheinlich eher Ruhe als mehr Beschäftigung.


Fazit: Wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt, braucht er liebevolle Struktur

Wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt, heißt das nicht, dass du versagt hast.

Es heißt auch nicht automatisch, dass dein Welpe mehr Action braucht.

Oft bedeutet es einfach: Dein Welpe braucht Hilfe beim Abschalten.

Ruhepausen planen, weniger Action am Stück, Schnüffeln statt Dauerbespaßung, die Decke positiv verknüpfen und Reize früher runterfahren: Das sind kleine Schritte, die im Alltag richtig viel verändern können.

Nicht sofort.

Nicht perfekt.

Aber spürbar.

Dein Welpe muss nicht von Anfang an wissen, wie Ruhe funktioniert. Er darf es lernen. Mit dir. In eurem Tempo.

Und irgendwann kommt dieser Moment, in dem dein kleiner Wirbelwind sich tagsüber hinlegt, tief ausatmet und einfach schläft.

Dann sitzt du da, schaust ihn an und denkst:
„Okay. Wir werden langsam ein Team.“

Und ja, das fühlt sich an wie ein kleiner Feiertag auf vier Pfoten.

P.S.: Wenn dein Welpe tagsüber nicht zur Ruhe kommt, speichere dir diesen Beitrag unbedingt ab. Und schau dir gerne meine liebsten Ruhehelfer für Welpen an: Welpendecke, Schleckmatte, Schnüffelmatte, Welpenbett und Welpengitter. Manchmal braucht dein Welpe nicht mehr Beschäftigung, sondern einen sicheren kleinen Weg in die Ruhe. Das glaubt mir keiner.