
Kennst du diesen Moment, wenn du denkst: „So, der Tag war lang, jetzt müsste mein Welpe doch eigentlich schlafen“?
Und dein Welpe?
Rennt durchs Wohnzimmer.
Beißt in deine Hände.
Zieht an deiner Hose.
Springt auf die Decke.
Klaut einen Hausschuh.
Fällt fast über seine eigenen Pfoten.
Und sieht dabei aus wie ein kleines Fellwesen, das gerade drei Energy-Drinks und ein Lebensziel gefunden hat.
Willkommen in der berühmten Abend-Eskalation.
Welpe dreht abends auf?
Wenn dein Welpe abends aufdreht, bist du damit wirklich nicht allein. Viele Welpen drehen gerade am Abend nochmal richtig hoch. Sie beißen mehr, rennen herum, reagieren auf alles und kommen scheinbar gar nicht mehr zur Ruhe.
Und dann sitzt man da als Hundeeltern-Mensch, müde, leicht verzweifelt, vielleicht mit einem angeknabberten Ärmel, und denkt: „Mache ich zu wenig? Muss ich ihn noch mehr auslasten? Braucht er noch eine Runde? Noch ein Spiel? Noch Training?“
Und jetzt kommt die unbequeme Wahrheit, aber liebevoll serviert wie ein Snack auf einer Schleckmatte:
Oft braucht dein Welpe abends nicht mehr Action.
Er braucht weniger.
Viele Welpen drehen abends nicht auf, weil sie zu wenig erlebt haben, sondern weil sie übermüdet, überreizt oder noch nicht gelernt haben, wie Runterfahren funktioniert.
Das impliziert: Dein Welpe ist nicht automatisch frech, dominant oder „unerzogen“. Er ist häufig einfach ein Babyhund mit einem Nervensystem, das gerade sagt: „Ich bin müde, aber ich weiß nicht wohin mit mir.“
In diesem Beitrag zeige ich dir, warum dein Welpe abends aufdreht und welche 5 sanften Wege helfen können, damit mehr Ruhe in euren Abend kommt.
Ohne Druck.
Ohne Schimpfen.
Ohne „der muss da jetzt durch“.
Sondern mit Struktur, Nähe und ein bisschen liebevoller Selbstreflexion.
Hinweis zu Affiliate-Links
Einige Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Ich empfehle nur Produkte, die thematisch passen und dir den Hundealltag wirklich erleichtern können.
Warum dreht mein Welpe abends auf?
Wenn dein Welpe abends plötzlich durchdreht, sieht das erstmal nach überschüssiger Energie aus.
Aber ganz oft ist es Übermüdung.
Welpen sind wie kleine Kinder. Wenn sie zu müde sind, legen sie sich nicht unbedingt vernünftig hin und sagen: „Ich glaube, ich brauche jetzt eine achtsame Regenerationsphase.“
Nein.
Sie eskalieren.
Sie beißen.
Sie rennen.
Sie werden albern.
Sie reagieren auf jeden Reiz.
Sie finden plötzlich Kabel, Teppiche, Socken und deine Hände unfassbar spannend.
Und du denkst: „Warum hat dieser Hund um 21 Uhr noch mehr Energie als ich im ganzen Jahr?“
Typische Gründe, warum dein Welpe abends aufdreht:
- er ist übermüdet
- er hat zu viele Reize erlebt
- der Tag war zu voll
- es gab zu viel Besuch, Spiel oder Training
- er hat noch keine festen Abendrituale
- er kann Ruhe noch nicht gut aushalten
- er bekommt abends zu viel Aufmerksamkeit für wildes Verhalten
- er hat Hunger, muss nochmal raus oder ist unwohl
- er befindet sich in einer Entwicklungsphase
- er weiß schlicht nicht, wie Entspannung funktioniert
Gerade junge Hunde brauchen Hilfe beim Runterfahren. Ruhe entsteht nicht immer von allein. Viele Welpen müssen erst lernen, dass nach Aktivität auch Pause kommt.
Und ja, das klingt banal, aber es ist ein riesiger Gamechanger.
Ist mein Welpe übermüdet oder unausgelastet?
Das ist die große Frage.
Und ganz ehrlich: Die beiden Dinge sehen manchmal ähnlich aus.
Ein unausgelasteter Welpe kann unruhig sein.
Ein übermüdeter Welpe kann auch unruhig sein.
Der Unterschied liegt oft darin, was nach Aktivität passiert.
Wenn dein Welpe nach mehr Spiel, mehr Training oder mehr Spaziergang noch wilder wird, ist das ein ziemlich deutlicher Hinweis, dass er nicht mehr Action braucht.
Dann ist sein System nicht leer, sondern überladen.
Typische Anzeichen für Übermüdung:
- dein Welpe beißt plötzlich mehr
- er rennt wie verrückt durch die Wohnung
- er kommt nicht mehr zur Ruhe
- er reagiert auf alles
- er springt dich an
- er wirkt gleichzeitig müde und wild
- er kann sich kaum konzentrieren
- er jault, fiept oder bellt schneller
- er findet keinen Liegeplatz
- er schläft tagsüber wenig
WTF-Fakt: Viele Welpen wirken abends „unterfordert“, obwohl sie in Wahrheit völlig durch sind. Das ist wie bei Menschen, die nach einem langen Tag nochmal doomscrollen, obwohl sie eigentlich schlafen müssten. Der Körper ist müde, aber der Kopf fährt Achterbahn.
Und genau deshalb hilft es oft nicht, noch eine Beschäftigung obendrauf zu legen.
Manchmal ist der mutigste Trainingsschritt: nichts Neues mehr anfangen.
Wie viel Ruhe braucht ein Welpe?
Welpen brauchen sehr viel Ruhe und Schlaf. Je nach Alter, Typ und Alltag können Welpen viele Stunden am Tag mit Schlafen, Dösen und Ruhen verbringen.
Das Problem ist nur: Viele Welpen nehmen sich diese Ruhe nicht zuverlässig selbst.
Sie wollen dabei sein.
Sie wollen folgen.
Sie wollen spielen.
Sie wollen entdecken.
Sie wollen bei dir sein.
Und natürlich ist das süß. Bis es abends kippt und dein kleiner Schatz plötzlich aussieht wie ein Gremlin nach Mitternacht.
Viele Welpen brauchen deshalb einen Tagesablauf, der Ruhe aktiv möglich macht.
Nicht als Strafe.
Nicht als Isolation.
Sondern als liebevolle Begrenzung.
Denn dein Welpe kann noch nicht selbst gut einschätzen: „Jetzt war es genug Input für mein kleines Gehirn.“
Das ist dein Job. Liebevoll. Klar. Ohne Drama.
Meine Affiliate-Empfehlungen für ruhigere Welpen-Abende
Für mehr Ruhe brauchst du keine halbe Hundeschule im Wohnzimmer. Aber ein paar Dinge können deinen Alltag wirklich erleichtern.
1. Welpengeeignete Schleckmatte
Eine Schleckmatte kann deinem Welpen helfen, abends ruhiger zu werden. Schlecken wirkt bei vielen Hunden beruhigend und ist deutlich entspannter als wildes Spiel.
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2. Schnüffelmatte für ruhige Beschäftigung
Eine Schnüffelmatte ist perfekt, wenn dein Welpe noch etwas machen darf, aber nicht komplett hochdrehen soll.
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3. Weiche Welpendecke oder Ruhedecke
Eine feste Decke hilft deinem Welpen, einen Ruheplatz positiv kennenzulernen.
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4. Welpengeeignetes Kauspielzeug
Viele Welpen müssen kauen, gerade im Zahnwechsel. Ein passendes Kauspielzeug kann helfen, den Kaudrang umzulenken.
5. Leckerlibeutel für ruhiges Training
Für kurze Ruheübungen, Blickkontakt und Deckenaufbau ist ein Leckerlibeutel praktisch, damit du gutes Verhalten schnell belohnen kannst.
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5 sanfte Wege, wenn dein Welpe abends aufdreht
Jetzt kommen die 5 Wege aus deinem Pin. Schön alltagstauglich, weich, aber trotzdem klar. Denn ein Welpe braucht keine Abend-Show. Er braucht Sicherheit.
1. Weniger Action am Abend
Der erste und wichtigste Punkt: Reduziere abends Action.
Viele Welpen drehen abends auf, weil kurz vorher nochmal zu viel passiert ist.
Nochmal wild spielen.
Nochmal Besuch.
Nochmal Training.
Nochmal große Runde.
Nochmal Zerrspiel.
Nochmal „ach, der muss sich noch auspowern“.
Und plötzlich ist der Welpe nicht müde, sondern komplett drüber.
Das ist wie bei uns Menschen: Wenn du kurz vorm Schlafen noch einen spannenden Thriller schaust, drei Nachrichten beantwortest und nebenbei online Möbel vergleichst, schläfst du wahrscheinlich auch nicht wie ein friedlicher Waldgeist.
Welpen brauchen abends einen sanften Übergang.
So sieht weniger Action aus
Abends lieber:
- kurze, ruhige Löserunde
- wenig Ansprache
- kein wildes Toben
- kein Ballspiel
- kein hektisches Training
- keine neuen schwierigen Übungen
- keine Reizüberflutung
- ruhiges Licht
- ruhige Stimme
- klare Routine
Das klingt erstmal unspektakulär. Aber genau das ist oft der Schlüssel.
Langweilig ist am Abend nicht schlecht.
Langweilig ist manchmal das Beste, was deinem Welpen passieren kann.
Was du stattdessen machen kannst
Wenn dein Welpe abends noch etwas braucht, nutze ruhige Aktivitäten.
Zum Beispiel eine Schleckmatte, eine kleine Futtersuche oder ein geeignetes Kauspielzeug.
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Wichtig: Beobachte deinen Welpen. Manche Welpen werden durch Kauen ruhiger. Andere drehen mit bestimmten Kauartikeln erst richtig auf. Dein Hund ist kein Pinterest-Rezept, das immer gleich funktioniert. Selbstreflexion, Schatz. Wir schauen hin.
2. Schnüffeln statt Toben
Wenn dein Welpe abends aufdreht, musst du nicht automatisch körperlich auspowern.
Schnüffeln ist oft viel besser.
Warum?
Weil Schnüffeln den Kopf beschäftigt, aber den Körper nicht so hochpusht wie wildes Rennen oder Zerrspiele.
Viele Welpen können durch ruhige Nasenarbeit besser runterkommen. Sie dürfen etwas tun, aber nicht eskalieren.
Einfache Schnüffelideen für abends
Du kannst ein paar Futterstücke auf einer Decke verteilen.
Oder Trockenfutter in einer Schnüffelmatte verstecken.
Oder ein kleines Handtuch einrollen und ein paar Leckerlis darin verstecken.
Oder drei kleine Futtersuchen im Wohnzimmer machen.
Wichtig ist: ruhig bleiben.
Nicht laut anfeuern.
Nicht hektisch werden.
Nicht „Such such such, jaaaaaaa super, wow, oh mein Gott!“ rufen, als hätte dein Welpe gerade das Bernsteinzimmer gefunden.
Ruhig. Langsam. Sanft.
So nutzt du Schnüffeln als Abendhilfe
Mach die Schnüffelaufgabe kurz.
Vielleicht 3 bis 5 Minuten.
Danach ist Schluss.
Dann geht es wieder Richtung Ruheplatz.
Das Ziel ist nicht, deinen Welpen nochmal voll zu beschäftigen, sondern ihm einen ruhigen Übergang zu geben.
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Eine Schnüffelmatte kann dafür super hilfreich sein, weil du sie immer wieder nutzen kannst und sie deinem Welpen ruhige Kopfarbeit ermöglicht.
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Für sehr junge Welpen würde ich eine Matte nehmen, die nicht zu kompliziert ist. Sonst wird aus „ruhige Beschäftigung“ schnell „Frust mit Stofffalten“.
3. Kurze Ruhepausen üben
Viele Welpen können nicht einfach plötzlich eine Stunde ruhig liegen.
Das ist wie bei uns mit Meditation. Du setzt dich nicht hin und bist direkt ein innerlich erleuchteter Bergsee. Meistens denkst du nach 20 Sekunden: „Habe ich eigentlich noch Käse im Kühlschrank?“
Ruhe muss kleinschrittig gelernt werden.
Deshalb sind kurze Ruhepausen so wichtig.
Nicht erst, wenn dein Welpe schon komplett drüber ist. Sondern über den Tag verteilt.
So übst du kurze Ruhepausen
Nach dem Spaziergang: kurze Pause.
Nach dem Fressen: kurze Pause.
Nach dem Spiel: kurze Pause.
Nach Besuch: kurze Pause.
Nach Training: kurze Pause.
Du bringst deinen Welpen auf seine Decke oder in seine Ruhezone. Dann passiert erstmal nichts Aufregendes.
Keine dauernde Ansprache.
Kein neues Spiel.
Kein „ach, komm nochmal her“.
Dein Welpe darf lernen: Nach Aktivität folgt Ruhe.
Am Anfang können 2 Minuten schon ein Erfolg sein.
Ja, wirklich.
Wir erwarten von einem Welpen nicht, dass er sofort 45 Minuten entspannt liegt, während das Leben um ihn herum weitergeht.
Wir bauen das auf.
Was, wenn dein Welpe wieder aufsteht?
Dann bleib ruhig.
Nicht schimpfen.
Nicht hektisch werden.
Nicht daraus eine Diskussion machen.
Führe ihn freundlich zurück oder mache die Situation leichter. Vielleicht war die Pause zu lang, der Ort zu unruhig oder dein Welpe musste noch einmal raus.
Ruhetraining bedeutet nicht: Welpe ablegen und hoffen.
Es bedeutet: Bedingungen schaffen, damit Ruhe möglich wird.
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Eine feste, gemütliche Welpendecke kann deinem Welpen helfen, Ruhe besser zu verknüpfen.
Wenn du eine kleine Ruhezone schaffen möchtest, kann auch ein Welpengitter sinnvoll sein. Nicht als Strafe, sondern als sicherer Bereich, in dem weniger Reize passieren.
4. Feste Abendrituale einführen
Welpen lieben Vorhersehbarkeit.
Nicht langweilig im negativen Sinn, sondern sicher.
Ein festes Abendritual hilft deinem Welpen zu verstehen: Der Tag endet langsam. Es passiert nichts Großes mehr. Jetzt darf ich runterfahren.
Gerade Welpen, die abends aufdrehen, profitieren oft enorm von einem wiederkehrenden Ablauf.
Beispiel für ein Abendritual
So könnte ein ruhiger Abend aussehen:
Kurze Löserunde.
Danach Wasser anbieten.
Dann eine kleine Schleckmatte oder ruhiges Kauspielzeug.
Licht etwas dimmen.
Wenig sprechen.
Welpe auf seine Decke begleiten.
Nähe anbieten, wenn er sie braucht.
Dann Pause.
Das klingt fast zu einfach, aber genau das macht es so gut.
Dein Welpe muss nicht jeden Abend neu herausfinden, was passiert. Er bekommt einen Ablauf, der seinem kleinen Kopf Orientierung gibt.
Was du abends vermeiden solltest
Vermeide:
- wildes Toben
- neue Tricks
- Besuch direkt vor der Schlafenszeit
- laute Reize
- Ballspiele
- hektische Stimmung
- lange aufregende Gassirunden
- zu viel Aufmerksamkeit für wildes Verhalten
Je klarer dein Abend wird, desto leichter kann dein Welpe lernen: Jetzt wird es ruhig.
5. Nähe statt Überforderung
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt.
Wenn dein Welpe abends aufdreht, braucht er nicht immer mehr Grenzen, mehr Kommandos oder mehr Beschäftigung.
Manchmal braucht er Nähe.
Nicht im Sinne von: Du musst ihn 24/7 betüddeln.
Sondern: Du bist da. Du bleibst ruhig. Du gibst Sicherheit.
Welpen sind Babys. Sie sind gerade erst in einer neuen Welt angekommen. Alles ist spannend, laut, fremd, aufregend. Selbst ein normaler Tag kann für einen Welpen riesig sein.
Und abends kommt dann alles hoch.
Die Eindrücke.
Die Müdigkeit.
Die Unsicherheit.
Der Kaudrang.
Die Nähebedürftigkeit.
Dann ist wildes Verhalten manchmal einfach ein Hilferuf in sehr chaotischer Verpackung.
Wie Nähe helfen kann
Setz dich ruhig zu deinem Welpen.
Sprich wenig.
Streichle nur, wenn es ihn wirklich beruhigt.
Manche Welpen werden durch Streicheln noch wilder. Dann ist reine Anwesenheit besser.
Du kannst dich neben seine Decke setzen, ein Buch lesen oder einfach ruhig sein.
Dein Welpe darf merken: Mein Mensch ist da. Ich muss nicht kämpfen, beißen, springen oder bellen, damit ich Sicherheit bekomme.
Wichtig: Nähe ist nicht dasselbe wie Dauerbespaßung
Nähe bedeutet nicht, dass dein Welpe die ganze Zeit Aufmerksamkeit bekommt.
Es bedeutet: Du bist ein ruhiger Anker.
Nicht ein Entertainer.
Nicht ein Spielautomat.
Nicht eine Snackmaschine mit Puls.
Gerade abends kann diese ruhige Präsenz sehr viel bewirken.
Und ich bin dir dankbar, wenn du dir diesen Satz merkst: Ein Welpe, der abends wild wird, braucht oft nicht härtere Kontrolle, sondern mehr Orientierung.
Was du nicht tun solltest, wenn dein Welpe abends aufdreht
Nicht noch mehr wild spielen
Auch wenn es logisch wirkt: „Er ist so wild, ich power ihn aus.“
Bei vielen Welpen macht das alles schlimmer.
Nicht ständig schimpfen
Schimpfen bringt zusätzliche Erregung in die Situation. Dein Welpe versteht oft nicht: „Ich soll entspannen.“ Er merkt nur: Es wird emotional.
Nicht jedes Beißen mit Aufmerksamkeit belohnen
Wenn dein Welpe in Hände beißt und du jedes Mal laut reagierst, aufspringst oder wild wirst, kann das Verhalten spannender werden.
Besser: ruhig unterbrechen, Alternative anbieten, Situation entschärfen.
Nicht zu viel erwarten
Dein Welpe kann noch nicht perfekt runterfahren. Er lernt gerade erst, wie Alltag funktioniert.
Nicht Ruhe mit Strafe verknüpfen
Der Ruheplatz soll sicher sein. Nicht der Ort, an den dein Welpe kommt, wenn du genervt bist.
Was tun, wenn dein Welpe abends beißt?
Abendliches Beißen ist bei Welpen extrem häufig. Besonders wenn sie müde, überreizt oder im Zahnwechsel sind.
So kannst du reagieren:
Bleib ruhig.
Zieh deine Hände nicht hektisch weg.
Unterbrich kurz.
Biete ein geeignetes Kauspielzeug an.
Reduziere Reize.
Bring deinen Welpen in eine ruhige Situation.
Wenn er komplett drüber ist, hilft oft kein Training mehr. Dann braucht er Management.
Das heißt: raus aus der Situation, Reize runter, Pause ermöglichen.
Passender Affiliate-Einschub
Ein passendes Welpen-Kauspielzeug kann helfen, den Kaudrang umzulenken.
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Bei Zahnwechsel kann auch ein weicher, geeigneter Kauring interessant sein.
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Bitte achte immer auf Größe, Material und Sicherheit. Kein Spielzeug ist sinnvoll, wenn dein Welpe Teile davon abkaut und schluckt.
Beispiel-Abendroutine für einen Welpen, der aufdreht
Du kannst dir diese Routine als grobe Vorlage nehmen:
18:00 Uhr
Fütterung, danach kurze Pause.
18:30 Uhr
Kleine Löserunde, ruhig und ohne viel Aufregung.
19:00 Uhr
Kurze Schnüffelmatte oder ruhige Futtersuche.
19:15 Uhr
Ruheplatz, Licht ruhiger, weniger Ansprache.
20:00 Uhr
Bei Bedarf nochmal kurz lösen lassen.
Danach
Schleckmatte, Kauspielzeug oder Nähe auf der Decke.
Später
Schlafenszeit, keine Action mehr.
Natürlich musst du das an deinen Alltag anpassen. Es geht nicht um perfekte Uhrzeiten. Es geht um Wiederholung.
Dein Welpe braucht nicht jeden Abend ein neues Erlebnis.
Er braucht ein Gefühl von: Ich weiß, was jetzt passiert.
Wann solltest du genauer hinschauen?
Wenn dein Welpe abends plötzlich sehr stark aufdreht oder ungewöhnlich unruhig wirkt, solltest du auch körperliche Ursachen im Blick behalten.
Bitte achte auf:
- Durchfall
- Erbrechen
- starkes Hecheln
- auffälliges Kratzen
- Schmerzen
- häufiges Pinkeln
- Unruhe trotz ausreichend Ruhe
- Futterprobleme
- plötzliches verändertes Verhalten
- extremes Jaulen oder Winseln
Manchmal steckt hinter Unruhe nicht nur Übermüdung, sondern Bauchweh, Zahnschmerzen, Stress, Hunger oder ein anderes Thema.
Wenn du unsicher bist, lass deinen Welpen lieber tierärztlich abklären. Nicht alles ist Training. Manchmal ist Fürsorge die bessere Antwort.
Häufige Fragen: Welpe dreht abends auf
Warum dreht mein Welpe immer abends auf?
Viele Welpen drehen abends auf, weil sie übermüdet oder überreizt sind. Der Tag war voller Eindrücke und das Nervensystem kommt nicht mehr gut runter. Dann wirkt der Welpe wild, obwohl er eigentlich Ruhe braucht.
Soll ich meinen Welpen abends noch auspowern?
Meistens eher nicht. Wenn dein Welpe abends schon wild ist, kann mehr Action ihn noch stärker hochfahren. Besser sind ruhige Beschäftigungen wie Schnüffeln, Schlecken oder Kauen.
Was hilft, wenn mein Welpe abends beißt?
Bleib ruhig, unterbrich das Beißen sanft und biete ein geeignetes Kauspielzeug an. Reduziere Reize und bring deinen Welpen in eine ruhigere Situation. Abendliches Beißen ist oft ein Zeichen von Müdigkeit oder Überforderung.
Wie lernt mein Welpe, abends zur Ruhe zu kommen?
Mit festen Abendritualen, kurzen Ruhepausen, einem positiv aufgebauten Ruheplatz und weniger Action am Abend. Ruhe ist lernbar, aber sie braucht Wiederholung.
Ist es normal, dass Welpen abends wild werden?
Ja, das ist sehr häufig. Besonders junge Welpen können abends überdrehen, weil sie müde sind und noch nicht gelernt haben, sich selbst zu regulieren.
Fazit: Wenn dein Welpe abends aufdreht, braucht er oft weniger statt mehr
Wenn dein Welpe abends aufdreht, heißt das nicht, dass du versagt hast.
Es heißt auch nicht automatisch, dass dein Welpe mehr ausgelastet werden muss.
Oft ist genau das Gegenteil der Fall.
Dein Welpe braucht weniger Action, ruhige Schnüffelangebote, kurze Ruhepausen, feste Abendrituale und deine Nähe als sicheren Anker.
Er muss nicht perfekt funktionieren.
Er muss Ruhe erst lernen.
Und du darfst ihn dabei begleiten.
Nicht mit Druck.
Nicht mit Dauerbespaßung.
Sondern mit liebevoller Klarheit.
Ein Welpe, der abends wild wird, ist nicht kaputt. Er ist müde, voll mit Eindrücken und braucht Hilfe beim Runterfahren.
Und irgendwann kommt dieser Moment, in dem dein kleiner Wirbelwind sich hinlegt, tief ausatmet und einfach schläft.
Dann sitzt du da, schaust ihn an und denkst: „Ach guck. Es geht doch.“
Und ja, dieser Moment fühlt sich an wie ein kleiner Oscar für Hundeeltern.
P.S.: Wenn dein Welpe abends oft aufdreht, speichere dir diesen Beitrag unbedingt ab. Und schau dir gerne meine liebsten Ruhehelfer für Welpen an: Schleckmatte, Schnüffelmatte, Welpendecke und geeignetes Kauspielzeug. Manchmal braucht dein Welpe nicht mehr Programm, sondern einfach einen sanften Weg in die Ruhe. Das glaubt mir keiner.
